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Sterbebegleitung

Einschläfern oder Begleiten?
Immer wieder höre ich den Satz: "bei Tieren kann man wenigstens helfen, manche Menschen wären froh..."
Ist das wirklich so einfach?
Für mich ist das Sterben, genauso wie das geboren werden ein Prozeß und eine Einschläferung nicht immer das Mittel der Wahl.
Für die meisten Tierhalter ist das Wichtigste, dass ihr geliebter Freund am Ende seines Lebens nicht leiden muß. Doch ist es wirklich ein "Leiden", wenn man natürlich aus dem Leben geht? Nicht zwangsläufig.
Es gibt Situationen, wo ich selbstverständlich auch eine Euthanasie befürworte, allein aus tierschutzrechtlichen Gründen.
Solche Situationen wären z.B.: wenn eine Versorgung des sterbenden Tieres aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, wenn Schmerzen vorhanden sind, die mit keinen Mitteln zu lindern sind, wenn ein Tier akut zu ersticken droht....
Eine Begleitung bis zum letzten Atemzug erfordert viel Stärke und auch das Bewußtsein darüber, dass es sich hier um einen natürlichen Vorgang handelt, den man sehr gut unterstützen kann. Das ist nicht jedermanns Sache, sollte aber meines Erachtens genauso ermöglicht und vom Tierarzt akzeptiert werden, wie die Euthanasie.
Für den Tierhalter ist es keine leichte Entscheidung, auch von Seiten der Nachbarn oder Freunden kommt oft der Vorwurf ein Tier leiden zu lassen, wenn man es nicht "erlöst". Von diesem Wort läßt man sich sehr leicht in seiner Entscheidung beeinflussen.
Das Wort "Euthanasie" kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern "gut, schön" und "Tod, Sterben". Sachlich betrachtet ist es eine Tötung, die wie schon erwähnt natürlich auch Ihre absolute Berechtigung hat.
Gerne unterstütze ich Sie bei der Entscheidungsfindung und dem (gemeinsam) gewählten Weg.
Es gibt mittlerweile sehr gute Informationen zum Thema Sterbeprozeß und Sterbephasen, diese kann ich Ihnen bei Bedarf auch gerne mitgeben.
Es geht hier nicht um eine Bewertung der Entscheidung! Es ist mir einfach nur, auch im Sinne der Tiere, ein großes Anliegen, den Tierhaltern AUCH die Möglichkeit zu geben, den letzten Weg im natürlichen Tempo gemeinsam zu gehen.